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Kann man sich nur noch besaufen? Begegnungstag der Suchtkrankenhilfe

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„Da kann man sich nur noch besaufen!“ Vor dem Hintergrund bedrückender Krisen unserer Gegenwart stand dieses Zitat als thematische Zuspitzung über dem diesjährigen Begegnungstag der AWW-Suchtkrankenhilfe am 29. März im Adventhaus Leipzig.

Bild: Maik Löwen zum Begegnungstag in Leipzig
Foto: ©AWW

Der resignierende Schrei in der Überschrift war jedoch mit der Frage versehen: „Was spricht dagegen?“ Die Antworten darauf waren vielfältig: im geteilten Wort zahlreicher Betroffenenberichte, im stimmungsvollen Gesang – schwungvoll von der jungen Band der Leipziger Adventgemeinde angeführt –, beim vorzüglichen Essen, in zugewandter Begegnung und im persönlichen Austausch. In all dem durften die etwa siebzig Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus den AWW-Suchthilfegruppen und darüber hinaus erfahren und weitergeben: Das Leben ist ein kostbares, einzigartiges Geschenk, das jeder und jedem von uns anvertraut ist. Nicht immer sind wir stark genug, mit seinen Herausforderungen klarzukommen. Aber immer sind wir gut genug, es wieder zu versuchen – mit uns selbst, miteinander und ja, in all dem auch mit Gott! 

In seiner von der Leipziger Suchthilfegruppe in Zusammenarbeit mit der Gemeinde umsichtig und liebevoll vorbereiteten Art sowie in seiner inhaltlichen Fülle war dieser Begegnungstag selbst ein starkes Argument, sich mit wachen Sinnen dem Leben zuzuwenden, dankbar daran teilzuhaben und ihm Sinn und Gestalt zu verleihen. Die Geschichte des 36-jährigen Leipzigers Maik Löwen, der seinen Weg von Crystal zum Christen in einem Buch veröffentlich hat und im Rahmen dieser Veranstaltung aus seinem Leben erzählte, gehörte zum Ergreifendsten, was dieser Tag bereithielt und allen mit auf den Weg gab: Auch in verfahrensten Lebenssituationen darf Veränderung erhofft werden.