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Ein "Urgestein" der Suchtkrankenhilfe in Chemnitz ist nicht mehr

[Chemnitz] 10.08.2017 - Am Sonntag, den 06.08.2017 verstarb Manfred Berthold im Alter von 89 Jahren. Er war in den 70iger Jahren einer der Pioniere beim Aufbau der Suchtkrankenhilfe in der Adventgemeinde Chemnitz.

Wolfgang Buschmann, der damals ebenfalls zu dieser Gruppe gehörte und späterer Leiter der Suchtberatungs- und Behandlungsstelle des Advent-Wohlfahrtswerkes in der Hans-Sachs-Straße, bezeichnet Mandfred Berthold als das "Urgestein der Suchtkrankenhilfe der Adventgemeinde Chemnitz". "Mit Manfred und seinen persönlichen Kontakten hat die engagierte Suchtarbeit der Adventisten in Chemnitz angefangen. Sein Schuhmachergeschäft in der Bernsdorfer Straße war Anlaufpunkt für viele Suchtabhängige. Für jeden nahm er sich Zeit, jeder fand bei ihm ein offenes Ohr und notwendige Hilfe", so Buschmann. 
Von 1976 an leitete Manfred Berthold die erste Suchthilfegruppe der Siebenten-Tags-Adventisten in der DDR. Heute gibt es allein in Chemnitz zwei Sucht-Selbsthilfegruppen, eine Selbsthilfegruppe für Glückspiel-Abhängige und eine Angehörigen-Selbsthilfegruppe. 
Informationen zu weiteren Sucht-Selbsthilfegruppen des Advent-Wohlfahrtswerkes finden Sie hier
Darüber hinaus ist das Advent-Wohlfahrtswerk Träger einer Suchtklinik in Oerrel (Haus Niedersachsen).
Die Beerdigung von Manfred Berthold findet am 15.08. um 12:30 Uhr auf dem Städtischen Friedhof in Chemnitz (Reichenhainer Str. 104, 09126 Chemnitz) statt.